Anbau
Anbau bezeichnet in der Landwirtschaft die planmäßige, standort- und nutzungsbezogene Aussaat, Anpflanzung und Pflege von Nutzpflanzen zur Gewinnung von Nahrungsmitteln, Futtermitteln oder Rohstoffen. Dazu gehören auch die damit verbundenen Maßnahmen der Bodenbearbeitung, Düngung, Bewässerung, des Pflanzenschutzes und der Ernte.
Abgrenzung
Anbau ist weiter gefasst als Aussaat oder Pflanzung. Diese bezeichnen nur den Beginn der Kultur. Der Anbau umfasst dagegen in der Regel den gesamten Produktionsprozess von der Vorbereitung des Standortes bis zur Ernte.
In der Fachsprache wird häufig auch Kultivierung oder Pflanzenbau verwendet. „Ackerbau“ ist hingegen ein engerer Begriff, der vor allem den Anbau landwirtschaftlicher Feldkulturen auf Ackerflächen bezeichnet.
Zentrale Anbautypen
- Ackerbau: Großflächige Produktion einjähriger Kulturen wie Getreide, Kartoffeln oder Raps auf Pflugland.
- Gartenbau: Intensiver Anbau von Gemüse, Obst und Zierpflanzen auf kleineren, oft geschützten Flächen.
- Dauerkulturen: Langjährige Pflanzenanlagen wie Weinberge, Obstanlagen oder Hopfengärten.
Wichtige Anbausysteme
- Konventioneller Anbau: Einsatz von synthetischem Dünger und chemischem Pflanzenschutz zur Ertragsmaximierung.
- Ökologischer Anbau: Verzicht auf chemisch-synthetische Mittel, Fokus auf geschlossene Nährstoffkreisläufe.
- Monokultur: Mehrjähriger Anbau derselben Pflanzenart auf einer Fläche; birgt Risiken für Boden und durch Schädlinge.
- Fruchtfolge: Jährlicher Wechsel der Kulturarten zur Erhaltung der Bodengesundheit und Nährstoffbalance.