Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Bergbauer

Bergbauern sind Landwirte, die Höfe und vorwiegend Grünlandflächen in Bergregionen bewirtschaften. Ihre Arbeit ist durch Hanglagen, kurze Vegetationsperioden, schwierige Erreichbarkeit und ein raueres Klima deutlich erschwert. Da der Ertrag oft geringer und der Arbeitsaufwand extrem hoch ist, erhalten Bergbauern in der EU und den Alpenländern spezielle staatliche Ausgleichszulagen, um die Bewirtschaftung dieser schweren Lagen aufrechtzuerhalten.

Typische Merkmale

Bedeutung für die Landschaft

Bergbauern halten durch Mahd und Beweidung offene Flächen frei. Dadurch verhindern sie Verbuschung und Verwaldung und tragen zum Erhalt artenreicher Bergwiesen, traditioneller Kulturlandschaften und regionaler Kulturgüter bei. Gepflegte Bergwiesen halten Schneemassen und Boden besser fest als ungepflegte Brachflächen, was das Risiko von Lawinen, Muren und Erosion senkt.

Keine einheitliche Definition

Der Begriff wird im Alltag allgemein für Landwirtschaft im Gebirge verwendet. Für Förderungen gelten jedoch je nach Land unterschiedliche Kriterien, etwa Höhenlage, Hangneigung, Klima, Betriebserschwernis und Erreichbarkeit. In Österreich werden Bergbauernbetriebe beispielsweise nach dem Grad ihrer natürlichen und wirtschaftlichen Erschwernisse in Zonen eingeteilt.

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