Reststoffe
Biogene Reststoffe werden, im Gegensatz zu Energiepflanzen, nicht eigens für die energetische Nutzung angebaut, sondern sind bei einer anderen, vorherigen Nutzung von Biomasse angefallen. Was auf den ersten Blick als überflüssiger Abfall erscheint, ist aber ein wertvoller Reststoff, der auch energetisch genutzt werden kann. Für Bioenergie werden biogene Reststoffe wie Erntereste, Biomüll, Stroh sowie tierische Exkremente (z.B. Gülle, Mist) genutzt.
Lässt sich für Gemüse, Obst, Kartoffeln oder Getreide kein Markt finden, bleiben sie häufig im landwirtschaftlichen oder industriellen Stoffkreislauf erhalten und werden anderweitig genutzt. Oft werden sie als Tierfutter eingesetzt oder in Biogasanlagen verwertet. Die enthaltenen Nährstoffe und die Energie gehen dadurch nicht vollständig verloren. So kann Brotgetreide, das die Qualitätsanforderungen für die Herstellung von Backwaren nicht erfüllt, beispielsweise als Futtergetreide eingesetzt werden. Auch überschüssige Kartoffeln werden in Jahren mit sehr hohen Erntemengen zum Teil an Tiere verfüttert oder in Biogasanlagen genutzt. Dies war beispielsweise bei der Kartoffelernte 2025 der Fall.
Teilweise verbleiben Ernteverluste auch direkt auf dem Feld und tragen dort als organischer Dünger zur Humusbildung sowie zur Nährstoffversorgung des Bodens bei.
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