Bergfettwiesen
Bergfettwiesen sind nährstoffreiche, vom Menschen bewirtschaftete Wiesen in Berglagen, die durch regelmäßige Düngung – vorwiegend mit almeigenem Stallmist – und Mahd entstanden sind. Sie liefern wertvolles Almheu.
Standort
Diese Wiesen liegen meist in den montanen bis subalpinen Höhenstufen (etwa zwischen 600 und 2.000 Metern Höhe). Sie befinden
sich meist in der Umgebung von Almhütten oder Viehställen. Sie werden in der subalpinen und unteralpinen Stufe von Alpen-Rispengras-Alpen-Lieschgraswiesen abgelöst.
Im Gegensatz zu den mageren, kargen Bergwiesen werden Bergfettwiesen intensiver genutzt:
- Düngung: Sie werden regelmäßig mit Gülle oder Mist gedüngt.
- Mahd: Sie werden ein- bis zweimal pro Jahr gemäht, um Heu für das Vieh zu gewinnen.
Typische Flora (Die "Fettwiesen-Prominenz")
Da der Boden sehr nährstoffreich ist, dominieren hier Pflanzen, die schnell wachsen und mit dem hohen Stickstoffangebot gut klarkommen. Obwohl sie "fetter" sind als Magerrasen, sind traditionell bewirtschaftete Bergfettwiesen immer noch deutlich artenreicher als das Standard-Grünland im Flachland. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Insekten und sind ein wichtiger Bestandteil der alpinen Biodiversität. Man erkennt sie oft an ihrem üppigen, farbenfrohen Aussehen:
- Goldhafer: Das prägende Gras, weshalb man oft auch von "Goldhaferwiesen" spricht.
- Wiesen-Bärenklau: Mit seinen großen, weißen Dolden.
- Wald-Storchschnabel: Bekannt für seine violetten Blüten.
- Scharfer Hahnenfuß: Sorgt für die gelben Farbtupfer im Frühsommer.