Heuberg
Heuberge beziehen sich mit ihrem Namen auf gemeinschaftlich genutzte Bergmähder. Meistens wählten die Bauern dafür sehr steile, für eine Beweidung ungeeignete Hänge. Die extensive Bewirtschaftung erlaubte maximal eine Mahd pro Jahr. Eine Sonderform bildeten die kleinen, verstreuten Wildheumähder, beispielsweise in lichten Wäldern, Gräben und Lawinenstrichen. Das Wildheu oder Lahnerheu wurde dort oft mühsam mit der Sichel geschnitten oder gar mit der Hand gerupft. Bereits lange vor den Bergsteigern verwendeten die Bauern beim Mähen in gefährlichem Gelände einfache Steigeisen und Seile zur Sicherung.
Heu von Heubergen diente als Winterfutter für Rinder, Schafe oder Ziegen, wenn das Futter aus den Talwiesen nicht ausreichte. Die Mahd war körperlich sehr anspruchsvoll und oft mit hohem Unfallrisiko verbunden, weshalb diese Form der Bewirtschaftung in vielen Regionen zurückgegangen ist oder nur noch traditionell oder mit Förderung betrieben wird.