Eiweißpflanzen
Eiweißpflanzen sind Pflanzen, die besonders viel pflanzliches Eiweiß liefern. In der Landwirtschaft meint man damit meist vor allem Leguminosen wie Erbsen, Bohnen, Linsen, Ackerbohnen, Lupinen und Soja.
Typisch sind zwei Gruppen:
- Körnerleguminosen wie Erbse, Ackerbohne, Lupine, Soja, Linsen.
- Futterleguminosen wie Klee, Luzerne und Wicke.
Warum sie wichtig sind
Eiweißpflanzen können durch Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden. Dadurch verbessern sie die Bodenfruchtbarkeit und können den Bedarf an mineralischem Stickstoffdünger senken. Deshalb spielen sie eine große Rolle in nachhaltiger Landwirtschaft und im ökologischen Landbau.
| Pflanze | Typischer Proteingehalt (Samen) | Haupteinsatzbereich |
| Sojabohne | ~ 35–40 % | Lebensmittel (Tofu, Drinks) & Tierfutter |
| Süßlupine | ~ 30–38 % | Heimischer Soja-Ersatz, Fleischalternativen, Futter |
| Ackerbohne | ~ 25–30 % | Tierfutter, zunehmend pflanzliche Proteinprodukte |
| Futtererbse | ~ 20–25 % | Tierernährung, Erbsenprotein-Isolate |
| Linsen & Kichererbsen | ~ 20–25 % | Direkter menschlicher Verzehr |
Weitere Informationen:
- Eiweißpflanzenstrategie des BMEL (BMEL 2023)
- Eiweißpflanzenstrategie (BLE 2023)