Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Eiweißpflanzen

Eiweißpflanzen sind Pflanzen, die besonders viel pflanzliches Eiweiß liefern. In der Landwirtschaft meint man damit meist vor allem Leguminosen wie Erbsen, Bohnen, Linsen, Ackerbohnen, Lupinen und Soja.

Typisch sind zwei Gruppen:

Warum sie wichtig sind

Eiweißpflanzen können durch Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden. Dadurch verbessern sie die Bodenfruchtbarkeit und können den Bedarf an mineralischem Stickstoffdünger senken. Deshalb spielen sie eine große Rolle in nachhaltiger Landwirtschaft und im ökologischen Landbau.

Die wichtigsten Eiweißpflanzen im Überblick
Pflanze Typischer Proteingehalt (Samen) Haupteinsatzbereich
Sojabohne

~ 35–40 %

Lebensmittel (Tofu, Drinks) & Tierfutter
Süßlupine

~ 30–38 %

Heimischer Soja-Ersatz, Fleischalternativen, Futter
Ackerbohne

~ 25–30 %

Tierfutter, zunehmend pflanzliche Proteinprodukte
Futtererbse

~ 20–25 %

Tierernährung, Erbsenprotein-Isolate
Linsen & Kichererbsen ~ 20–25 % Direkter menschlicher Verzehr

Weitere Informationen:

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