Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

deficiency payments

In der amerikanischen Agrarpolitik der Begriff für Subventionen, die Landwirten bezahlt wurden, wenn die erzielten Preise unter einem jährlich nach bestimmten Kriterien festgelegten Richtpreis ("target price") lagen. Die Deficiency Payments sind wie die Flächenbeihilfen der Reform der GAP vom Subventionsabbau im GATT ausgenommen. Allerdings wurden die Deficiency Payments durch das neue Landwirtschaftsgesetz von 1996 (Farm Bill) außer Kraft gesetzt. Die Far Bil von 2002 führte die Deficiency Payments als antizyklische Zahlungen mit geänderten Zahlungsberechnungen wieder ein.

Nach der Farm Bill von 2014 betragen die Mittel für die Agrarpolitik in den USA in den kommenden fünf Jahren insgesamt 956,4 Milliarden Dollar (708 Milliarden Euro). Das Gesetz beendet die jahrzehntealte Praxis, dass Landwirte unabhängig vom erwirtschafteten Ertrag Subventionen erhalten. Stattdessen sollen die Farmer künftig für ihre Versicherungen gegen Ernteverluste Geld vom Staat bekommen. Damit verabschieden sich die USA von dem Instrument der Direktzahlungen, das die EU-Staaten bei ihrer gemeinsamen Agrarpolitik anwenden.

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