Trittsteinbiotop
Ein Trittsteinbiotop ist eine kleine, naturnahe Fläche oder ein Einzelelement, welche als ökologischer „Trittstein“ zwischen größeren, isolierten Lebensräumen dient. Es ermöglicht Tieren und Pflanzen die Ausbreitung, die Nahrungssuche oder den genetischen Austausch, selbst wenn die umliegende Landschaft stark zerschnitten oder wirtschaftlich genutzt wird.
Im Naturschutz werden Trittsteinbiotope geschaffen, um durch Ausräumung der Kulturlandschaft verlorengegangene Verbindungsstrukturen zwischen den eigentlichen Kern-Lebensräumen zu ersetzen (Biotopverbundsystem).
Typische Beispiele
- In der Agrarlandschaft: Einzelne Hecken, markante Feldgehölze (z.B. alte Birnbäume), Strauchgruppen, Magerwiesen-Restflächen, kleine Weiher, Lesesteinhaufen.
- Im Forst: Alte, strukturreiche Habitatbäume, stehendes und liegendes Totholz oder feuchte Senken.
- Im urbanen Raum: Kleine Blühstreifen, begrünte Innenhöfe, Totholzbereiche, Trockenmauern oder kleine Teiche.