Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Sojapflanze

Die Sojapflanze, teils auch nur 'Soja' oder 'Sojabohne' genannt ist eine krautige Pflanze mit borstig behaarten Stängeln, dreiteiligen Blättern, kleinen weißen oder violetten Blüten und länglichen Hülsen, Sie ist einjährig und gehört botanisch, ebenso wie andere Hülsenfrüchte, zur Familie der Schmetterlingsblütler. Soja zählt aufgrund ihres hohen Proteingehalts, der zwischen 35 und 50 Prozent liegt, zu den Eiweißpflanzen.

Beschreibung

Soja(bohnen)pflanzen wachsen meist aufrecht, können aber je nach Sorte auch liegend sein. Die Wuchshöhe variiert stark: gewöhnliche Sorten erreichen 40 bis 150 cm, hochwüchsige Sorten bis zu 2 Meter. Die Stängel sind dünn, borstig und meist wenig verzweigt, wobei einige Sorten unbegrenzt weiterwachsen können, während andere nach der Blütenbildung aufhören zu wachsen

Die Hülsen sind länglich, braun behaart und enthalten zwei bis drei Samen (Sojabohnen). Junge, unreif geerntete Hülsen werden als Edamame verzehrt. Die Samen können cremeweiß, beige, braun, grün, schwarz oder gescheckt sein und variieren in Form von ellipsoid, kugelig, ei- oder nierenförmig

Verwendung und Bedeutung

Der Anbau der Sojapflanze ist seit 3050 v. Chr. in Japan und zumindest seit 1550 v. Chr. in Korea und China als Nahrungspflanze nachgewiesen.

Neben Weizen, Mais und Reis ist Soja weltweit eine der wichtigsten Kulturpflanzen. Wurden 2003 weltweit noch 190 Mio. Tonnen produziert, hatte sich die Produktion 20 Jahre später bereits auf 371 Mio. Tonnen fast verdoppelt.

Die Sojabohne wird heute auf 6 % der globalen landwirtschaftliche Nutzfläche angebaut und ist die weltweit wichtigste Ölsaat. Ihre zunehmende Bedeutung spiegelt sich in dem seit den 1970er Jahren von allen Nutzpflanzen höchsten Zuwachs an Anbaufläche wider.

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