Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Park

Bezeichnung für eine weiträumige Grünanlage, die primär der Erholung oder Repräsentation dient. Der Park soll durch den Wechsel von Wiesen, Zierpflanzen, Büschen, Sträuchern, Baumgruppen und Architekturelementen eine idealisierte Landschaft erzielen.

Der Park besitzt in der Regel je nach Zielpublikum ein gewisses Maß an anthropogenen Infrastruktureinrichtungen wie Wege, Sitzbänke und Spielplätze (z.B. Naturpark, Freizeitpark). Ursprünglich stammt der Begriff Park aus dem Englischen, bezeichnete ein Tiergehege und war zunächst eine extensiv gepflegte, abwechslungsreiche Anlage um Herrensitze mit durch Wege erschlossenen Wiesen, Weide, Waldpartien und Gehölzgruppen sowie Wasserflächen.

Parks wie auch herrschaftliche Gärten wurden zunächst meist außerhalb von Städten, oft als Schlosspark, Tiergarten („Wildpark“), mitunter auch als Jagdpark, großflächige Landschaftsgartenanlagen angelegt. Beispiele hierfür sind der sogenannte „französische Park“ im geometrisch-regelmäßigen Stil oder der „englische Landschaftspark“ im naturähnlich-unregelmäßigen Stil. Häufig wird bei diesen beiden Konzepten auch der Begriff 'Garten' austauschbar verwendet.

Jedenfalls überschneiden sich Parks und (große) Gärten stark, unterscheiden sich aber oft in Zweck, Charakter, Pflege und Zugänglichkeit. Auch sind Gärten in der Regel kleiner; Parks reichen von Stadtparks bis zu Nationalparks mit Tausenden Quadratkilometern. Parks enthalten zusätzlich zu Pflanzen Einrichtungen wie Spielplätze, Sportplätze, Wanderwege, Brunnen, Denkmäler.

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