Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Fettweide

Fettweiden sind nährstoffreiche (= "fette") Grünlandflächen auf frischen bis feuchten Böden, die saisonal oder ganzjährig beweidet werden. Im Zuge der heute üblichen Intensivlandwirtschaft werden Kühe und andere Nutztiere aber zunehmend ganzjährig im Stall gehalten. Ehemalige Weiden werden als Wiesen genutzt oder fallen brach. Mit den Nutztieren verschwinden auch viele Insektenarten von den Flächen und damit die Nahrung für viele Vögel und andere Tierarten.

Im Unterschied zu Magerweiden sind Fettweiden artenärmer, da sich auf den „fetten“ Böden vor allem wenige, konkurrenzstarke Gras- und Kräuterarten durchsetzen.

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