Baumgrenze
Imaginäre Verbindungslinie der (berg- bzw. polwärts) äußersten Vorkommen mindestens 2-3 m hoher, stammbildender Einzelbäume. Die montane Baumgrenze liegt in den Alpen bei rund bei ca. 2.400–2.500 Metern, in Deutschland oft niedriger (1.600–1.800 m), im Schwarzwald bei 1400 m. Den Verlauf der Baumgrenze bestimmen Mangel an Wärme und Feuchtigkeit, Kürze der Vegetationszeit, Windeinwirkung (Frosttrocknis) und manchmal auch Beschaffenheit des Bodens. Sowohl die polare als auch die montane Baumgrenze werden stark von der ozeanischen bzw. kontinentalen Lage beeinflusst.
Die Baumgrenze unterscheidet sich von der Waldgrenze, welche den Übergang vom geschlossenen Wald zur offenen Landschaft markiert. Nur Einzelbäume kommen noch zwischen der Waldgrenze und der Baumgrenze vor. In dieser Übergangszone, der sogenannten "Kampfzone", wachsen Bäume oft nur noch als verkrüppelte Formen oder Zwergsträucher wie Latschenkiefern.