Zaun
Ein Zaun ist eine Einfriedung. Er trennt zwei Bereiche dauerhaft oder auf Zeit durch eine von Menschen geschaffene Grenze. Geschieht dies speziell um Tiere einzuschließen, spricht man auch von Gatter oder Pferch.
Zäune in der Agrarlandschaft erfüllen vor allem drei Funktionen: Sie sichern Nutztiere auf der Weide, schützen Kulturen und Jungpflanzen und dienen teils der Wildabwehr. In der Praxis reicht das Spektrum von klassischen Weidezäunen über Elektro- und Festzäune bis zu Wildschutz- und Herdenschutzzäunen.
Ein Zaun ist in der Agrarlandschaft nie nur „Grenze“, sondern Teil des Betriebsmanagements: Er beeinflusst Tierwohl, Arbeitsaufwand, Flächenorganisation und Schutz vor Schäden. Bei intensiver Weidehaltung steigen die Anforderungen an Stabilität, Sichtbarkeit und Hütesicherheit deutlich.
Zentrale Aufgaben
- Einfriedung von Weiden und Ausläufen für Rinder, Schafe, Ziegen oder Geflügel.
- Schutz landwirtschaftlicher Kulturen vor Wild- und Tierverbiss.
- Herdenschutz, etwa gegen den Wolf, mit höheren und stabileren Zaunsystemen.
- In Forst und Naturschutz auch Abgrenzung von Flächen mit Jungwuchs oder Pflegezielen.