Industrielandschaft
Durch die Entwicklung von Gewerbe und Industrie entstandener Landschaftstyp, der durch anthropogene Überprägungen der Naturlandschaft gegenübersteht und der teilweise als Untertyp der Kulturlandschaft betrachtet, gelegentlich auch eigenständig neben sie gesetzt wird.
Industrielandschaften entfalten sich z.B. auf der Grundlage von Bodenschätzen und einer hervorragenden Verkehrslage. Sie sind strukturell und nach ihren äußeren Erscheinungsformen Wirtschaftslandschaften eigenständigen Gepräges. Sie werden nicht nur von den Industrieanlagen selbst und ihren Begleiterscheinungen (z.B. Luftverschmutzung), die ein besonderes Milieu schaffen, beherrscht, sondern durch Verkehrsanlagen, Arbeiterwohnquartiere und charakteristisches Geschäftsleben ergänzt. Bekannte Industrielanschaften sind z.B. das Ruhrgebiet und der Raum Pittsburgh in den USA.
Kennzeichen der Industrielandschaft sind:
- Störung der natürlichen Stoffkreisläufe
- Akkumulation größerer Abfallmengen, Entstehung von großen Abwassermengen
- Aufkommen einer Schadstoffproblematik, z.T. in Bezug auf Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen
- Starke Belastungen der drei Medien Boden, Wasser, Luft
- Lärmbelastungen
(s. a. Agrarlandschaft, Umweltwirkungen)