Zucchini
Die Zucchini gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und stammt vom Kürbis ab. Die zwei wichtigsten Kulturarten des Kürbis sind der Winterkürbis (Cucurbita maxima L.), auch Speise- oder Riesenkürbis genannt, und der Sommerkürbis (Cucurbita pepo L.), der auch als Garten- oder Schmuckkürbis bezeichnet wird. Aus letzterem ging die Zucchini (Cucurbita pepo L. convar. giromontiina) hervor. Ihrer Verwandtschaft zum Kürbis verdankt sie auch ihren Namen, der sich vom italienischen Wort für Kürbis - Zucca (ital.: „kleine Kürbisse“) - herleitet. Sie ist auch unter den Namen Courgette, Coccozelle, Gemüse- und Gurkenkürbis bekannt.
Herkunft
Als eine der ältesten Kulturpflanze wurde die Zucchini schon von den Indianern Mittelamerikas kultiviert. Kolumbus soll sie im 15. Jh. n. Chr. nach Europa gebracht haben, wo sie vor allem im Mittelmeerraum schnelle Verbreitung fand. In Deutschland erlangte sie erst Ende der sechziger Jahre zunehmende Beliebtheit als Fruchtgemüse.
Herkunft: Die Zucchini ist eine Varietät des Gartenkürbis (Cucurbita pepo). Dieser stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seine Ursprungsart ist vermutlich C. texana, der texanische Wildkürbis.
Geschichte: Kürbissorten werden in Mexiko schon seit etwa 7.000 v. Chr. kultiviert. Kurz nach der Entdeckung Amerikas kam der Kürbis nach Europa. In den Mittelmeerländern, vor allem in Italien, ist die Zucchini ein beliebtes Gemüse. In Mitteleuropa hat sie erst in den letzten Jahrzehnten eine Bedeutung erlangt.
Beschreibung
Die Zucchinipflanze wächst buschig und bildet im Gegensatz zur Kürbispflanze keine Ranken. Sie ist schnellwüchsig und verträgt niedrige Temperaturen besser als die Gurke, ist aber frostempfindlich. Ihre walzenförmigen Früchte sind botanisch gesehen Beeren. An ihrem sechskantigen Stielansatz lassen sie sich von Gurken unterscheiden. Reifen die Zucchini an der Pflanze aus, verfärben sie sich gelb und können bis zu 40 cm lang werden und ein Gewicht von 2 kg erreichen. Meist werden sie mit einer Größe von 14 bis 21 cm und einem Gewicht von 200 bis 250 g geerntet. Zu diesem Zeitpunkt sind sie grün und die Kerne sind kaum entwickelt. Neben den grün gefärbten und gelblich, weiß oder hellgrün gesprenkelten oder gestreiften Sorten gibt es auch einheitlich gelbe und cremefarbene Varianten. Das Fruchtfleisch ist weiß oder blassgrün und enthält eine Vielzahl heller Kerne.
Früchte: Die Früchte der Zucchini sind botanisch gesehen Beeren. Diese sind gurkenförmig, gelblich meliert bis dunkelgrün und bis zu dreißig Zentimeter lang.
Erzeugung und Verbrauch
Hauptanbaugebiete sind die USA und Europa. Die wichtigsten Einfuhrländer für Deutschland sind Italien, Spanien, die Türkei und der Balkan. Zucchini werden überwiegend im Freiland angebaut. Saisongerecht sind sie von Anfang Juli bis Ende September im Angebot. In Bayern werden Zucchini vor allem in Kitzingen, Niederbayern und im mittelfränkischen Knoblauchsland angebaut. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch knapp unter 2 kg.