Luftaussaat
Luftsaat ist eine Form der Aussaat, bei der Saatgut aus der Luft – meist mit Flugzeugen, Hubschraubern oder Drohnen – großflächig über eine Fläche verteilt werden, statt sie manuell oder mit bodengebundenen Maschinen auszubringen.
Häufig sind die Samen in kleine Lehm- oder Substratkügelchen eingebettet („Samenbomben“), die sie vor Austrocknung und Fraß schützen und den Start des Wachstums erleichtern.
Anwendungsgebiete
- Luftfahrzeuge können nützlich sein, um große Flächen schnell zu besäen oder wenn das Gelände herkömmliche Bodenaussaatmethoden erschwert oder unpraktisch macht, z. B. in sumpfigen oder überfluteten Gebieten, wo sie häufig für die Aussaat von Reis eingesetzt werden.
- Aufforstung und Wiederbewaldung großer, schwer zugänglicher Flächen (z.B. Wüstenränder, brandgeschädigte Wälder, ehemalige Seeböden wie am Aralsee).
- Begrünung zur Bekämpfung von Desertifikation und Erosion, etwa in Projekten wie Chinas „Grüne Mauer“ oder Aufforstungsprogrammen in Zentralasien und Afrika.
- Landwirtschaftliche oder ökologische Projekte, bei denen schnell große Flächen mit Saatgut belegt werden sollen, zunehmend auch mit Drohnen-Technik.
- Diese Technik wird vor allem für Zwischenfrüchte, Untersaaten oder Direktsaaten eingesetzt und bietet eine bodenschonende Alternative zu herkömmlichen Sämaschinen