Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Furche

Eine Furche ist die mit einem Pflug gezogene, linienförmige Vertiefung im Erdreich eines Feldes. Sie ist die Grenze zwischen dem ungepflügten und gepflügten Teil des Feldes und der Fahrspur für den Traktor beim weiteren Pflügen. Die Abschlussfurche ist die Begrenzung zum Nachbarschlag oder zu einem Grundstücksnachbarn.

Furchen zum Einbringen von Saatgut, Setzlingen und Stecklingen werden meist von Spezialscharen der entsprechenden Säh- und Pflanzgeräte erzeugt; diese Furchen werden zum Abschluss des Arbeitsvorgangs mit Folgewerkzeugen wieder geschlossen.

Die Winterfurche dient dem Unterpflügen von Pflanzenresten und erfolgt oft grobschollig mit dem Ziel, die Winterfeuchtigkeit für die nachfolgende Sommerfrucht im Boden zu speichern. Um einer Bodenerosion entgegenzuwirken, werden gelegentlich in hängigem Ackergelände Furchen quer zum Hang als Regenrückhalterinne angelegt. Kahlfrost im Winter ist nach der Winterfurche erwünscht, um die für den Pflanzenbau günstige Bodengare zu erreichen.

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