Felsengarten
Ein Felsengarten ist ein Garten, der mit Felsen, Steinen und oft auch trockenheitsverträglichen Pflanzen gestaltet wird. Er wirkt wie eine kleine, naturnahe Felslandschaft und kann entweder als Ziergarten oder als Lebensraum für spezialisierte Pflanzen angelegt sein. Darüber hinaus bezeichnet der Begriff bekannte historische Parkanlagen sowie geschützte Natur- und Klettergebiete
Einige berühmte Felsengärten wurden als aufwendige Lustgarten in natürliche Felslandschaften integriert (z.B. Sanspareil)
Typisch für solche naturnahen Landschaften sind:
- große oder unterschiedlich große Steine, die natürlich wirken.
- eine eher magere, gut drainierte und oft sonnige Fläche.
- Pflanzen, die an Trockenheit, Wind und Nährstoffarmut angepasst sind, etwa Alpen- oder Steppenpflanzen.
- Die Spalten und Hohlräume zwischen den Steinen sind ideale Zufluchtsorte und Sonnenplätze für Eidechsen, Erdkröten, Wildbienen und nützliche Insekten.
Ein Felsengarten kann auch gesteinskundlichen (geologischen) Zielen dienen. Wenn er gezielt dafür angelegt wird, nennt man ihn in der Fachsprache oft Alpinum (wenn der Fokus auf der Pflanzenwelt der Alpen liegt) oder – noch treffender – Geotop-Garten oder Gesteinsgarten.
Manchmal bezeichnet „Felsengarten“ auch eine echte Felslandschaft mit spektakulären natürlichen Felsformationen, die als Naturdenkmäler ausgewiesen sein können. Diese sind über Jahrtausende durch Verwitterung und Erosion entstanden und wirken oft so kunstvoll angeordnet, als hätte sie ein Riese im Wald platziert.