Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Felsfluren

Felsfluren sind spezialisierte Pflanzengemeinschaften, die offene Felsen, Blockhalden und Felsspalten besiedeln. Unter extremen Standortbedingungen wie Nährstoffmangel, Trockenheit und starken Temperaturschwankungen gedeihen hier hochgradig angepasste Lebensformen wie Moose, Flechten, Gräser und seltene Farne. Diese fragilen Biotope bieten Lebensraum für gefährdete Arten.

Wichtige Merkmale

Typische Ausprägungen
Abhängig vom Gestein und Mikroklima unterscheidet man verschiedene Formen:

Naturschutz
Da offene Felsbildungen sehr sensibel auf Trittschäden oder Klettersport reagieren, stehen viele dieser Lebensräume unter strengem Schutz (z. B. als FFH-Gebiete in Europa).

Landwirtschaftliche Relevanz

Felsfluren haben für die intensive landwirtschaftliche Nutzung keine direkte Bedeutung, da sie aufgrund extremer Bedingungen (Trockenheit, Nährstoffmangel, Felsigkeit, Relief) nicht für den Ackerbau oder die Beweidung geeignet sind.
Ihre eigentliche Relevanz liegt jedoch in ihrer ökologischen Funktion für die Agrarlandschaft:

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