Zimtbaum
Der Zimtbaum (Cinnamomum) ist eine von (Süd-)Ostasien bis Australien verbreitete Gattung der Lorbeergewächse mit über 250 Arten. Der 'Ceylon-Zimtbaum' oder 'Echter Zimtbaum' (Cinnamomum verum) ist wie weitere Unterarten eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) mit dem wirtschaftlich wichtigen Zimt.
Beschreibung
Der Echte Zimtbaum ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen bis zu 18 m erreicht. In Kultur werden die Bäume gestutzt, so dass sich Zweige und Äste bilden, deren Rinde zur Zimtgewinnung genutzt werden können. Der Stammdurchmesser kann bis 60 cm betragen. Die Borke ist bräunlich bis gräulich, der Rindenbast riecht aromatisch, unter anderem durch Zimtaldehyd, er wird zwei- bis dreimal im Jahr geerntet. Die fast zylindrischen (subterete) Zweige besitzen eine graue, etwas weiß gefleckte Rinde. Die Knospen sind seidig-flaumig behaart.
Heimat des Echten Zimtbaums
Die ursprüngliche Heimat des Cinnamomum verum ist Sri Lanka (früher Ceylon). Später kamen dann auch andere Pflanzenarten wie der Chinesische Zimt (Cinnamomum cassia) und der Indonesische Zimt (Cinnamomum burmannii) hinzu. Heute wird der Echte Zimtbaum in vielen tropischen Ländern und Staaten wie Madagaskar und Sansibar angebaut.
Nutzung
Als Gewürz wird vor allem die Rinde verwendet. Aus den Blättern wird Öl gepresst, das in der Seifen- und Parfümindustrie genutzt wird. Hierzu zählen auch der Campherbaum und die Zimtkassie, Cinnamomum aromaticum, deren wohlriechende Rinde in China als Heilmittel und Gewürz verwendet wird.
Aus der Rinde des Ceylon-Zimtbaums (Cinnamomum zeylanicum) und des Chinesischen Zimtbaums (Zimtkassie; Cinnamomum aromaticum syn. Cinnamomum cassia) wird das vielleicht älteste Gewürz (Gewürzpflanzen) der Menschheit hergestellt.
Klima und Standort
- Zimtbäume (Cinnamomum, v. a. Ceylon-Zimt) brauchen ein tropisches bis subtropisches Klima mit etwa 20–30 °C und hoher Luftfeuchte.
- Jahresniederschläge liegen in Anbaugebieten meist zwischen ca. 1 250 und 2 500 mm, oft mit Regen- und kürzerer Trockenzeit.
- Bevorzugt wird ein gut drainierter, lockerer, humoser Boden, leicht sauer bis neutral, ohne Staunässe.
- Junge Pflanzen wachsen zunächst im Halbschatten; etablierte Bäume vertragen und benötigen viel Sonne.
Vermehrung und Pflanzung
- Vermehrt wird entweder aus Samen (z. B. vorher einweichen, dann flach in durchlässiges Substrat säen, gleichmäßig feucht halten) oder häufiger über Stecklinge, da diese schneller Ertrag bringen.
- Stecklinge (ca. 10–20 cm, halbverholzte Triebe) werden entblättert im unteren Bereich, ggf. in Bewurzelungspulver getaucht und in feuchtes, durchlässiges Substrat gesteckt; hohe Luftfeuchte und Wärme fördern die Wurzelbildung.
- Im Feld werden Jungpflanzen meist in Pflanzlöcher von etwa 30 cm Tiefe gesetzt, mit organischem Material (Kompost, Mist) verbessert und in Abständen von etwa 2–4 m gepflanzt, damit sich der Busch gut verzweigen kann.
Ernte und Gewinnung des Zimts
- Zimtbäume werden zur Rindenproduktion strauchartig bewirtschaftet: In regelmäßigen Abständen werden junge Triebe (etwa alle 2 Jahre, ca. 2 m lang) geschnitten.
- Die Rinde dieser Triebe wird längs aufgeschlitzt, vom Holz abgezogen, die äußere, grobe Rindenschicht entfernt, sodass die dünne innere Rinde übrigbleibt.
- Diese Innenrinde rollt sich beim Trocknen zu den typischen Zimtstangen („Quills“) auf und wird anschließend sortiert und weiterverarbeitet.