Vegetationsruhe
Die Vegetationsruhe wird definiert als derjenige Zeitraum des Jahres, in dem die Pflanzen photosynthetisch inaktiv sind, d.h. keinerlei Wachstum, Blühaktivität bzw. Fruchtbildung zeigen. Als Beginn der Vegetationsruhe wird im allgemeinen derjenige Abschnitt des Jahres definiert, in welchem das Tagesmittel der Lufttemperatur unter 5° Celsius (für verschiedene Pflanzen auch schon unter 10 °C) liegt. Beim Überschreiten der Schwellenwerttemperatur über mehrere aufeinander folgende Tage hinweg, setzt die Wachstumszeit, d.h. die Vegetationsperiode ein.
Der Begriff Vegetationsruhe- bzw. -periode kann nur in Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten angewendet werden, wie es in den arktischen, gemäßigten und suptropischen Klimazonen der Fall ist. Die Jahreszeiten werden durch Temperaturschwankungen (Sommer - Winter) oder Niederschlagsschwankungen (Regen- und Trockenzeiten) hervorgerufen. In dem Teil der Tropen, wo nur Tageszeitenklima herrscht (tägliche Schwankung der Klimaelemente ist größer als die jahreszeitliche Schwankung) wird der Begriff Vegetationsruhe/-periode nicht verwendet.
Wichtige Fakten im Überblick
- Definition: Oft als die Zeit definiert, in der die Tagesmitteltemperatur dauerhaft unter 5 °C bis 10 °C fällt.
- Beginn: In Mitteleuropa beginnt diese Phase meist im späten Herbst (Oktober/November) und endet im Frühjahr (März/April).
- Gegenstück: Der aktive Teil des Jahreszyklus wird als Vegetationsperiode bezeichnet.