Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Huminsäuren

Huminsäuren sind hochmolekulare, organische Säuren, die durch den Abbau abgestorbener Pflanzen- und Tierreste im Boden entstehen und als wichtige Huminstoffe fungieren.

Huminsäuren bilden sich während des Humifizierungsprozesses, bei dem organisches Material wie Lignin, Cellulose, Proteine und Kohlenhydrate durch Mikroorganismen teilweise abgebaut wird, während schwer abbaubare Komponenten wie Lignin, Wachse und Fette lange im Boden verbleiben.

Vorkommen

Huminsäuren finden sich in Humusböden, Torf, Mooren und Braunkohle, insbesondere in organisch reichen Sedimentschichten. Sie sind ein zentraler Bestandteil von Humus, der aus schwer abbaubaren organischen Substanzen besteht und durch Bakterien, Pilze und Protozoen in polymere Stoffe überführt wird.

Bedeutung

Huminsäuren. haben Ionenaustauschereigenschaften und binden basische Stickstoffverbindungen. Sie spielen dadurch für die Bodenfruchtbarkeit eine wichtige Rolle. 

Huminsäuren werden in der Landwirtschaft zur Bodenverbesserung, in der Medizin zur Entgiftung und Darmschutz sowie in der Wasseraufbereitung eingesetzt, da sie Schwermetalle binden und Chelat-Komplexe bilden können

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