Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Dauerregen

Unter Dauerregen (häufig syn. zu Landregen) versteht man in der Meteorologie langanhaltende Niederschläge, die über einen längeren Zeitraum mit meist gleichmäßiger Intensität fallen. Er unterscheidet sich damit deutlich von kurzen, heftigen Regenschauern oder dem feinen Sprühregen. Die genaue Definition kann je nach Region und Klimazone variieren.

Die Merkmale von Dauerregen

Damit Meteorologen in Mitteleuropa von Dauerregen sprechen, müssen meist folgende Kriterien erfüllt sein:

Entstehung

Dauerregen ist typischerweise ein frontaler Niederschlag. Er entsteht meist an Warmfronten von Tiefdruckgebieten. Dabei schiebt sich warme, feuchte Luft langsam über die kältere Luft am Boden. Die warme Luft steigt großflächig auf, kühlt ab, und die Feuchtigkeit kondensiert zu einer dichten, oft tiefhängenden Wolkendecke (Nimbostratus oder Stratus), die dann über Stunden abregnet.

Abgrenzung: Dauerregen vs. Starkregen

Obwohl Dauerregen lange anhält, ist er nicht automatisch „Starkregen“. Die Gefahr beim Dauerregen liegt weniger in der momentanen Wucht des Wassers, sondern in der Gesamtmenge.

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