Dauerregen
Unter Dauerregen (häufig syn. zu Landregen) versteht man in der Meteorologie langanhaltende Niederschläge, die über einen längeren Zeitraum mit meist gleichmäßiger Intensität fallen. Er unterscheidet sich damit deutlich von kurzen, heftigen Regenschauern oder dem feinen Sprühregen. Die genaue Definition kann je nach Region und Klimazone variieren.
Die Merkmale von Dauerregen
Damit Meteorologen in Mitteleuropa von Dauerregen sprechen, müssen meist folgende Kriterien erfüllt sein:
- Dauer: Der Regen hält mindestens 6 Stunden (oft sogar über 12 bis 48 Stunden) an.
- Intensität: Sie ist meist moderat und gleichmäßig. Es gibt kaum Pausen oder extreme Schwankungen in der Regenmenge. Diese liegen im unteren einstelligen Bereich pro Stunde (bis 5 l/m²).
- Räumliche Ausdehnung: Dauerregen tritt meist großflächig auf (ganze Bundesländer oder Regionen).
Entstehung
Dauerregen ist typischerweise ein frontaler Niederschlag. Er entsteht meist an Warmfronten von Tiefdruckgebieten. Dabei schiebt sich warme, feuchte Luft langsam über die kältere Luft am Boden. Die warme Luft steigt großflächig auf, kühlt ab, und die Feuchtigkeit kondensiert zu einer dichten, oft tiefhängenden Wolkendecke (Nimbostratus oder Stratus), die dann über Stunden abregnet.
Abgrenzung: Dauerregen vs. Starkregen
Obwohl Dauerregen lange anhält, ist er nicht automatisch „Starkregen“. Die Gefahr beim Dauerregen liegt weniger in der momentanen Wucht des Wassers, sondern in der Gesamtmenge.