Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Wank / Wang

Die Namen Wank und Wang sind verwandt. Wang findet man vor allem bei Siedlungen im Tal, Wank dagegen mehr auf den Bergen. Beide bezeichnen in der Regel ein zumindest in Teilen natürliches, wohlbewachsenes Grasland, das nicht auf Rodung zurückgeht, sondern allenfalls durch Abbrennen von Buschwerk gewonnen wurde. Das Gelände ist oft eben bis leicht geneigt oder gewölbt und somit gut als Wiese oder Weide nutzbar. Von sich aus entstehen waldfreie Flächen beispielsweise durch wiederkehrende Überschwemmungen von Flussauen, auf Lawinenböden unterhalb von Lawinenstrichen sowie durch Windwürfe.

Am Lech und seinen Seitentälern sind Wangnamen besonders stark verbreitet, zweimal Wengle, außerdem Neselwang (Nesselwängle), Perwang (Berwang), Piechlwang (Bichl), Pinzwang (Pinswang) und Aiterwang (Heiterwang).

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