Triftklause
Eine Trift- oder Wasserklause ist eine Stauanlage aus der Zeit der Holztrift. Klausen hatten den Zweck, den Durchfluss von Bächen und Flüssen temporär zu erhöhen. Der Schwall des aufgestauten Wassers schwemmte beim Öffnen des Klausentors das angesammelte Triftholz mit. Auf Grund des hohen Holzverbrauchs für den Bau hölzerner Klause sowie deren geringer Lebensdauer ersetzte man ab dem 18. Jahrhundert einige durch Steinbauten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Trift in den Alpen nach und nach eingestellt.
Im Gegensatz zu anderen Wehranlagen oder Staudämmen war die Triftklause speziell für die Flößerei oder Trift konzipiert.
Triftklausen spielten eine wichtige Rolle in der Holzindustrie, insbesondere in Regionen mit schwer zugänglichen Wäldern. Sie ermöglichten den Transport von Holz über weite Strecken, oft bis zu Sägewerken oder anderen Verarbeitungsstätten. Die Arbeit an und mit Triftklausen war jedoch gefährlich und wurde häufig von ledigen Holzknechten ausgeführt.
Bedeutung
Vor dem Bau von Forststraßen und LKWs war der Wasserweg die einzige Möglichkeit, große Mengen Holz aus unwegsamen Gebirgsregionen (wie dem Schwarzwald, den Alpen oder dem Bayerischen Wald) in die Städte oder an Küsten zu bringen. Holz war damals der wichtigste Rohstoff für den Hausbau, den Schiffbau und als Brennstoff.
Da die Trift im 20. Jahrhundert durch moderne Transportmittel abgelöst wurde, sind die meisten Klausen verfallen. Viele stehen heute jedoch unter Denkmalschutz oder dienen als idyllische Wanderziele. Bekannte Beispiele finden sich etwa im Berchtesgadener Land oder in der Steiermark.
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