Moräne
Ungenaue Bezeichnung für vom Eis (Gletscher oder Inlandeis) transportiertes und abgelagertes Material, wobei der Begriff sich sowohl auf die Form, als auch auf das Sediment bezieht, unabhängig von Zeit, Ort und Art des Transportes und der Ablagerung. Rein glazigene Moränen, d.h. ohne fluvioglaziale oder limnische Beimengungen, bestehen aus einem weitgehend unsortierten, ungeschichteten Gemisch unterschiedlichster Korngrößen. Das Feinmaterial wird als Geschiebelehm oder Geschiebemergel bezeichnet, die Grobkomponente als Geschiebe.
Seit einigen Jahren werden die unmittelbar von einem Gletscher abgelagerten, also unverfestigten glazigenen Sedimente als Till bezeichnet. Der früher häufig benutzte Begriff Moräne soll nur noch für geomorphologische Formen verwendet werden.
Die Begriffe Altmoräne und Jungmoräne kennzeichnen unterschiedlich alte Landschaftsformen in ehemals vergletscherten Gebieten Mitteleuropas.
Moränenmaterial ist u.a. in Mitteleuropa Ausgangssubstrat für die Bodenbildung und ergibt, im Vergleich zu den fluvioglazialen Ablagerungen, i.d.R. nährstoffreichere Böden.
Weitere Informationen:
- Jungmoränen-Hügelland (LGRB)
- Altmoränen-Hügelland (LGRB)