Mischfutter(mittel)
Mischungen aus lufttrockenen Einzelfuttermitteln, die zu 80 % pelletiert, aber auch mehlförmig in den Handel gelangen. Sie werden als Schüttgüter gelagert und hauptsächlich lose in Silofahrzeuge verladen und zu den Kunden transportiert.
Quelle: BLE
Mischfutter ist das bedeutendste Betriebsmittel für die deutsche Landwirtschaft. Es ist eine notwendige Vorleistung für eine intensive und rentable Tierproduktion. So erfolgt die Fütterung von Schweinen und Geflügel in größeren Anlagen ausschließlich oder weitgehend auf der Basis von Mischfuttermitteln.
Vorteile des Einsatzes von Mischfuttermitteln:
- Berücksichtigung neuer Erkenntnisse der Ernährungsphysiologie und Futtermittelkunde bei der Zusammensetzung der Mischfuttermittel
- Effektive und rentable Versorgung der Tiere mit Nährstoffen entsprechend des Bedarfs
- Im Gemisch treten ungünstige Eigenschaften von Einzelfuttermitteln zurück
- Spezielle Technologien (Zerkleinern, Homogenisieren, Hitzebehandlung, Pressen, Extrudern u.a.) erzielen nicht nur eine Qualitätsverbesserung einzelner Komponenten und der Mischung, sondern es ergeben sich weitere Vorteile, die u.a. den Transport, die Lagerung, die Futterdarbietung und -aufnahme sowie die Fütterungs- und Arbeitshygiene betreffen.
- Ständige Qualitätskontrolle durch den Mischbetrieb und zuständige Behörden.
Im WJ 2020/21 gab es beim Futter für Pferde, Kälber, Rinder, Schweine und Geflügel jeweils eine leichte Steigerung der Produktion. Wohingegen die Herstellungsmengen für Futter für Mastgeflügel und für andere Nutztiere zurückgingen.
Quelle: BLE
Struktur der Mischfutterhersteller in Deutschland
Im Wirtschaftsjahr 2024/25 produzierten 260 Betriebe 22,2 Millionen Tonnen Mischfutter. Trotz eines Rückgangs der Betriebszahl um vier Betriebe gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr nahm die Produktionsmenge leicht zu (+2,4 Prozent).
Schweinefutter bleibt mit einer Herstellungsmenge von fast 8,4 Millionen Tonnen die wichtigste Futtersorte. Mit einer Herstellungsmenge von 6,6 Millionen Tonnen lag Rinderfutter weiterhin an zweiter Stelle.
Für die Gesamtherstellungsmenge wurden fast 19,8 Millionen Tonnen Rohstoffe verarbeitet. Der Einsatz von Getreide im Mischfutter sank leicht auf 48,2 Prozent. Die durchschnittliche Herstellung je Betrieb betrug 85.496 Tonnen. Das sind 3.275 Tonnen oder vier Prozent mehr als im Wirtschaftsjahr 2023/24.