Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Chinas Grüne Mauer

Die Große Grüne Mauer (auch Chinas Grüne Mauer) ist das größte Aufforstungs- und Landschaftsschutzprogramm der Welt. Offiziell heißt es 'Drei-Nord-Schutzwaldprogramm' (Three-North Shelterbelt Development Program) und dient dazu, die Ausbreitung der Wüsten Gobi und Taklamakan im Norden Chinas (Regionen Nordost-, Nord- und Nordwestchina) zu stoppen und die dortige Agrar- und Siedlungslandschaft vor Sandstürmen und Desertifikation zu schützen.

Nordchina verliert jährlich rund 2.500 km² Land durch Wüstenbildung – etwa die Fläche des Saarlands. Sandstürme aus der Gobi erreichen regelmäßig Peking und sogar Japan, Korea und die USA.

Ziel und Umfang

Maßnahmen und Struktur

Es handelt sich nicht um eine durchgehende Baumreihe, sondern um ein Mosaik aus Schutzwäldern, Windschutzstreifen, Strauchzonen und wiederhergestelltem Grasland, das besonders in trockenen, windoffenen Lagen angelegt wird. In jüngerer Zeit wurden auch Teilstücke wie die 3.046 km lange Grüne Mauer um die Taklamakan-Wüste fertiggestellt, um lokale Sandverwehungen zu reduzieren.

Kritik und ökologische Herausforderungen

Trotz großer Fortschritte bei der Begrünung gibt es fachliche Einwände:

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