Suffizienz
Suffizienz ist neben Effizienz und Konsistenz eines von drei Nachhaltigkeitsprinzipien. Das Wort stammt von dem lateinischem sufficere und bedeutet „ausreichen“, „genug sein“. Unter Suffizienz verstehen wir Änderungen in der Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen, die zu einem verringerten Verbrauch an Ressourcen führen. Dabei ändern sich auch Nutzenaspekte des Konsums. Suffizienz versucht also nicht, bestehende Bedürfnisse mit weniger (Effizienz) oder anderem (Konsistenz) Ressourcenaufwand zu befriedigen, sondern hinterfragt die Bedürfnisse selbst.
Suffizienz und Landwirtschaft
Suffizienz bedeutet in der Landwirtschaft und Ernährung, den Verbrauch von Fläche, Energie, Wasser, Rohstoffen und tierischen Produkten auf ein ökologisch und sozial tragfähiges Maß zu begrenzen. Es geht also nicht nur darum, effizienter zu produzieren, sondern auch darum, weniger oder anders zu produzieren und zu konsumieren, wenn dadurch Umweltbelastungen sinken
Kernkonzepte einer suffizienzorientierten Landwirtschaft
- Weniger tierische Produkte: Ein geringerer Fleisch- und Milchkonsum verringert den massiven Bedarf an Futtermitteln und entlastet globale Ackerflächen.
- Verzicht auf Überfluss: Statt immer höhere Erträge durch technischen Aufwand zu erzwingen, stehen die tatsächliche Grundversorgung und der Abbau von Lebensmittelverschwendung im Vordergrund.
- Ökologische Anbaumethoden: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Öko-Institut betonen, dass biologische Landwirtschaft von Natur aus suffizienter arbeitet, da sie auf synthetischen Dünger, Pestizide und importiertes Futter verzichtet.
- Regionale und saisonale Versorgung: Die Umstellung auf lokale Kreisläufe vermeidet lange Transportwege und passt den Speiseplan an das an, was die Region hergibt.
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