Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Suffizienz

Suffizienz ist neben Effizienz und Konsistenz eines von drei Nachhaltigkeitsprinzipien. Das Wort stammt von dem lateinischem sufficere und bedeutet „ausreichen“, „genug sein“. Unter Suffizienz verstehen wir Änderungen in der Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen, die zu einem verringerten Verbrauch an Ressourcen führen. Dabei ändern sich auch Nutzenaspekte des Konsums. Suffizienz versucht also nicht, bestehende Bedürfnisse mit weniger (Effizienz) oder anderem (Konsistenz) Ressourcenaufwand zu befriedigen, sondern hinterfragt die Bedürfnisse selbst.

Suffizienz und Landwirtschaft

Suffizienz bedeutet in der Landwirtschaft und Ernährung, den Verbrauch von Fläche, Energie, Wasser, Rohstoffen und tierischen Produkten auf ein ökologisch und sozial tragfähiges Maß zu begrenzen. Es geht also nicht nur darum, effizienter zu produzieren, sondern auch darum, weniger oder anders zu produzieren und zu konsumieren, wenn dadurch Umweltbelastungen sinken

Kernkonzepte einer suffizienzorientierten Landwirtschaft

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