Lexikon des Agrarraums

Kurt G. Baldenhofer

Zuckerrohrplantage in Australien

Jurte

Jurten sind runde, zeltartige Behausungen aus einem Holzgerüst und einer Bespannung aus Filz, Stoff oder Plane. Sie stammen traditionell aus Zentralasien und wurden vor allem von nomadischen Völkern genutzt, weil sie leicht auf- und abgebaut und gut transportiert werden konnten. Besonders verbreitet sind Jurten in der Mongolei, in Kirgisistan und in Kasachstan.

2013 wurden die Traditionen der mongolischen Jurte in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die Nominierungsdokument vermerkt, dass noch ungefähr 400 Familien im Land diese Bauwerke in der traditionellen Bauweise herstellen. Sie genießen großes Ansehen, da der erhöhte Bedarf, auch zu touristischen Zwecken, andere, auch permanente, Bauarten hervorbringt. Moderne Versionen sind mit Solartechnik und Fernsehgerät ausgestattet. Der Aufbau durch eine geübte Familie dauert eine Stunde, der Abbau eine halbe Stunde.

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